Going to hell
Brainwaves

Afterwards & District 9

Afterwards (Ein Engel im Winter)

Afterwards fängt mit seichten Bildern und vielen Fragen an, was sich bis kurz vor Schluss auch nicht ändert.
Anfangs ist alles undurchsichtig, de Charaktere werden nicht eingeführt, der Zuschauer wird direkt in die Handlung katapultiert.
Immer wieder werden traumhafte Szenen gezeigt, die den Film kurz unterbrechen, aber nicht wirklich etwas mit der Story zutun haben – zumindest jetzt noch nicht.
Was daherkommt wie ein seichtes Drama mit übernatürlichen Elementen, wird schnell zu einer Fahrt in den (vermeintlichen) Tod.
Im Grunde genommen ist „Afterwards“ ein Film über den Wert des Lebens, und Sterbens.
Hier wird eine leise Geschichte erzählt, über Veränderung und Liebe, aber auch über Zerfall und Entfremdung.
Sie trifft das Herz in einer Art und Weise wie es nur wenige Filme schaffen.
Man hat endlich alles verstanden, es macht  Sinn, als sich dann doch entscheidend etwas ändert – nicht zum negativen, im Gegenteil, fallen einem plötzlich alle Hintergründe des Geschehens auf – und macht damit das Ende zu einem der traurigsten die man sich vorstellen kann.
„Afterwards“ ist durch und durch ein Kunstfilm, er kann keine Aktion vorweisen, und nicht mal richtige Spannung – trotzdem muss man ihn zuende sehen, er fesselt ohne spannend zu sein.
Es ist wirklich reine Geschmackssache, wer eine schnelle und aktiongeladene Story sucht sollte ihn sich nicht ansehen, wer aber eine dichte Story erwartet, der wird nicht enttäuscht werden.

10/10
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District 9

Filme über Aliens gibt es massig, und die meisten davon sind schlecht - District 9 ist anders.
Ein riesiges Raumschiff blieb mitten in einer Stadt am Himmel stehen, was in anderen Filmen der Anfang einer Invasion ist, ist hier nichts als ein ungewollter Absturz.
Wie also geht man mit tausenden von Aliens um, die keine Möglichkeit haben von hier zu verschwinden?
Die Antwort ist einfach: Man pfercht sie zusammen, und überlässt sie mehr oder weniger sich selbst.
Sie scheinen unterentwickelt zu sein, zumindest glauben das die Menschen, und schrecken deshalb nicht davor zurück mit diesen Wesen umzuspringen wie sie es wollen – Regeln gibt es haufenweise, aber Rechte bekommen sie nicht.
Alles ändert sich als einer der besten Agenten die Aufgabe erhält die Aliens umzusiedeln, und dafür ist ihm jedes Mittel recht.
Lassen sich die meisten noch einfach überreden, bestechen, oder mit Gewalt entfernen, kommen erste Schwierigkeiten auf, als sie auf ein Alien treffen das sich nicht überreden lassen will – und das die Rechtsprechung kennt.
Der Hauptcharakter ist eine Person die einem von Anfang an unsympathisch ist, eine Person die nur an sich und seine Zukunft denkt, und bereit ist quasi wehrlosen Wesen alles wegzunehmen und durchzusetzen was er tun will.
Deshalb tut es einem nicht im geringsten leid als ihm ein Unfall passiert, und seine DNA dabei ist sich zu verändern – er wird nach und nach zu einem Wesen das er noch einige Tage zuvor mit aller Härte bestraft und erniedrigt hat.
Nun bekommt er seine eigenen Waffen zu spüren, und er sieht wie seine Regierung, für die er noch kurz zuvor gearbeitet hat, in ihm nur noch ein Versuchsobjekt sieht – und sie gehen bis zum äußersten um alles aus ihm herauszuholen.
Glück alleine half ihm zu entkommen, nur wenige Stunden später wird er im ganzen Land gesucht – sein Ruf, sein Ansehen, und seine Ehe zerbrechen in Bruchteilen von Sekunden.
Die Einzige Hilfe die er findet, bekommt er in den Reihen seiner Gegner...
„District 9“ ist ein Alien-Film der besonderen Klasse, anstatt auf ständige Aktion setzt er auf Story, auf Mitgefühl, Freundschaft und Toleranz.
Er hält den Menschen einen Spiegel vor, und er gibt einem die Möglichkeit seine Taten zu überdenken, er hilft dabei sich für das richtige zu entscheiden – egal was es kostet.
Es gibt durchaus auch Aktion, diese ist technisch auf einem guten Stand, und an genau den richtigen Stellen plaziert – weniger ist hier mehr.
„District 9“ will weder ein Alien noch ein Aktionfilm sein, vielmehr ist er von allem etwas, und zeichnet damit ein viel zu realistisches Bild unserer heutigen Gesellschaft.
Fazit: Ein wahres Juwel mit Kopf und Herz – sehr zu empfehlen.

10/10
18.3.10 16:00


Paranormal Investigations & Das Beste kommt zum Schluss

 Paranormal Investigations

Alles fängt sehr unspektakulär an, die Figuren werden vorgestellt, sowie das Haus, und man erfährt etwas über dessen Hintergrund.
Es wirkt echt, fast wie eine Dokumentation, jetziges Geschehen wechselt sich ab mit den Aufzeichnungen der Ermittlerin.
Nach der ersten Hausbesichtigung kommen weitere Charaktere hinzu, auch diese werden kurz und schwammig eingeführt.
Spätestens ab da nimmt die Story eine unerfreuliche Wendung, die man anfangs aber hinnehmen kann.
Die erste richtige „Aktion“ ist spannend und weiß zu fesseln, man scheint grade wirklich dabei zu sein, und es kommt Spannung auf.
Spätestens jedoch nach 45 Minuten kippt alles total, was anfangs ein realistischer Geisterfilm war, rutscht ab ins unglaubwürdige.
Zudem dreht sich die Story völlig, grade hat man noch einen Gruselfilm geschaut, kommt das wahre Grauen hervor: Man wird zugeschüttet mit Missbrauch jeglicher Art, und in einem Maße das völlig unnötig war, und schon nach wenigen Minuten ein sehr ungutes Gefühl auslöst, und man gar nicht mehr weiterschauen mag.
Die letzten Ereignisse reißen dann sehr tief ins Fleisch, allerdings in das der Macher: Nichts, aber auch gar nichts ergibt noch Sinn, man sitzt mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf da.
Aber nicht nur dass das Ende unlogisch ist, nein, durch die letzten Ereignisse macht plötzlich auch der Anfang keinen Sinn mehr.
Bei „Paranormal Investigations“ lief wirklich alles schief was schief gehen kann, im Zuschauer entsteht ein sehr unangenehmes Gefühl durch die unnötigen Missbrauchsszenen, und ab einer bestimmten Stelle macht nichts in diesem Film mehr Sinn.
Eine wirklich tolle Idee wurde hier verbrannt, weil man zu viel in einen Film pressen wollte, um die Story dichter zu machen – leider war davon nichts zu merken, im Gegenteil, die Charaktere blieben flach, und die Story taumelte zwischen verschiedenen Ansätzen hin und her, bis nichts mehr zusammen passte – schade!

0/10

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Das Beste kommt zum Schluss


Die Story ist simpel: Zwei sterbende Männer arbeiten eine List von Dingen ab, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen.
Klingt auf den ersten Blick wie „Knockin' on Heaven's Door“, und eine gewisse Ähnlichkeit kann man nicht abstreiten.
Was bei „Knockin' on Heaven's Door“ leicht und teils humoristisch daher kam, entpuppt sich bei diesem Film als hinfällig.
Hier wird man nicht groß etwas zum lachen finden, im Gegenteil, von Anfang an hat der Film eine gewisse Schwere, die bis zum Schluss anhält.
Zwei völlig verschiedene, ältere Herren, schließen sich zusammen um quasi gemeinsam einen letzten Weg zu gehen, und dabei gewinnen beide einen Freund wie er ihn zuvor nie hatte.
Das Leben wird in seinen schillerndsten Farben gezeigt, gleichzeitig ist da ständig die Angst vor dem Tod, und die Reaktion einer Person die weiß dass sie sterben wird.
Die Charaktere sind unglaublich fein ausgearbeitet, und vorallem, sie sind realistisch und menschlich.
Dieser Film glänzt mit enormer Tiefe und leisen Tönen, man begleitet diese grundverschiedenen Männer, von der Diagnose, über ihre gemeinsamen Aktivitäten, man erlebt das keimen und anschließende Blühen einer Freundschaft, und man steht mit am Grabe wenn der eine geht.
Wer keine Angst vor schwierigen Themen hat, und bereit ist sich der Frage zu stellen was man mit den letzten Monaten seines Lebens anfangen soll, der sollte nicht zögern und ihn sich ansehen – es lohnt sich.

10/10

18.3.10 15:56


Kurzbewertungen

Dark Floors

Nette, seichte Unterhaltung, mit wenig Gewalt, etwas Spannung, und Zombies.
Ursache-Wirkung + Zeitschleifen + Zombies = solide 7 von 10 hässlichen Finnen
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Monsters Vs. Aliens

Ganz lustig, nichts groß Tolles, aber ganz okay für zwischendurch.
Einige nette Gags waren schon dabei, würde ich aber nicht unbedingt mit Kids schauen (;

7/10
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Sutorenjia Mukōhadan

Tolle Kampfszenen, grandiose Grafik, und eine Story die ohne Liebesgeschichte auskommt, trotzdem mit viel Dramatik, Mut, und Freundschaft.

9/10
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Final Destination 4 in 3D

Sehr ähnlich wie die ersten Teile, trotzdem, besonders wegen der 3D Technik, einfach ein Must seen.
Horrorfilme in 3D sind einfach höllisch gut.

8/10
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Oben

Unglaublich toller, und sehr trauriger Film - das ansehen hat sich wirklich gelohnt.
Einige Male war ich nah am weinen, muss ich ehrlich zugeben *schäm*
Wirklich ein Animationsfilm für Erwachsene - gut gemacht Disney!

10/10, ohne Frage
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Planet 51

Hätte man viel mehr draus machen können, die Idee war nett, das war es aber auch schon.

4/10
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Chasing: Sleep

Nette Grundidee, leider komplett verwirrender Ablauf, unlogisch, und extrem überspannte Handlung.
Hätte wesentlich besser sein können, wenn überhaupt mittelmäßig, nicht richtig gut, und nicht richtig schlecht.

5/10
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Zack and Miri Make a Porno

Ziemlich versaute, (romantische) Komödie.
Mir persönlich etwas zu arg unter der Gürtellinie, aber einige der Gags sitzen wirklich gut.

5/10
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Willkommen bei den Sch'tis

Es geht um Vorurteile, über das Entdecken neuer Kulturen, über Freundschaft, Liebe, und den normalen Alltag eines Postboten.
Klingt langweilig? Nicht im geringsten!
"Willkommen bei den Sch'tis" kann mit grandiosem Humor und viel Herz überzeugen, die Gags sitzen alle, und die Story hat keinerlei Schwächen.
Ein großartiger Film, deshalb: Merci France!

10/10
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Nette Effekte, tolle Grafik, und eine solide Grundidee - leider hat das, zumindest für mich, nicht wirklich funktioniert.
Die Optik war super, aber die Story ansich schleppte sich irgendwie dahin ohne wirklich Spannung aufzubauen.
War nicht wirklich mein Fall, ich finde man hätte mehr aus der Story rausholen können.

7/10
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Pandorum


Beklemmend, verworren, spannend.
Hat zwar kleine Logikfehler, ist aber ansonsten ein kleines Sci-Fi Juwel (erinnert etwas an "Doom", nur wesentlich besser umgesetzt).


9/10

18.3.10 15:51


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